Der Fürtnerhof - und seine Geschichte...

1529 wurde unser Hof erstmals urkundlich unter Hans Fichtner, der ein Viertel Hof besaß, erwähnt. Die Namensgebung lässt sich auf die Bezeichnung der Hofgröße - ein viertel Hof - zurückführen. Nachdem der Hof 1854 den Zehent ablöste, ging er 1891 in den Besitz von Georg und Maria Schönstetter über.

Seit 1923 waren Sebastian Schönstetter und dessen Ehefrau Theresia die Hofeigentümer. 1957 wurde der Hof an Sebastian und Maria Schönstetter übergeben. Seit 1983 bewirtschaften nun Robert und Gisela Schönstetter den Betrieb.

Seit der Hofübergabe wurde die Milchviehhaltung, sowie die Bullenmast um die Pferdezucht ergänzt. 1985 wurde das erste Pferd gekauft. Mit "Schila" wurde somit der Grundstein für die Zucht und Pensionspferdehaltung gelegt.

1987 brannte durch einen Funkenflug bei der Heuernte der Kuh- bzw. Jungviehstall ab. Dank des raschen Einsatzes der Nachbarschaft konnten alle Tiere rechzeitig gerettet werden. Die Feuerwehren verhinderten ein übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und den Stadl.

Die Mutterkuhhaltung mit der Spezialfleischrasse "Deutsch Angus" begann 1988. Bis 2006 wurden dann die Nachkommen der Anguskühe als Babybeef ab Hof an Endverbraucher vermarktet.

1991 wurde der Schritt, einen neuen Betriebszweig - Urlaub auf dem Bauernhof - aufzubauen, gewagt. Im Sommer 1992 konnten dann die ersten Urlaubsgäste auf dem Fürtnerhof willkommen geheißen werden.

1995 wurde der Entschluss getroffen, einen separaten Stall für die Pensionspferdehaltung zu errichten. Ein heller Stall mit großen Boxen und eigenem Paddock je Box, sowie weitläufige Koppeln und ein Sandplatz mit Flutlicht erfüllen seither die Wünsche von Pferd und Reiter.

Ende August 1999 wurde mit dem  Neubau des Wohnhauses begonnen. Feuchte Mauern, Schimmel und der Holzwurm im Dachstuhl machten den Abriss des über 120 Jahre alten Gemäuer unerlässlich.

Eine lang durchdachte Planung, günstige Witterung, verlässliche Handwerker und viel Eigenleistung spielten zusammen, so dass der Neubau Mitte Mai 2000 bezugsfertig war.

Im Sommer 2008 wurde auf den Dachflächen dreier Gebäude Solarmodule zur photovoltaische Energiewandlung installiert. Die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung wird von mehreren Wechselrichtern in Wechselspannung umgewandelt und kann so in das öffentliche Stromversorgungsnetz eingespeist werden.

Seit 2010 übt unser Sohn Helmut seinen Beruf als Pferdewirtschaftsmeister auf dem Fürtnerhof aus. Die neugebaute Reithalle und Führanlage sowie der erneuerte Sandplatz bieten ihm hierbei optimale Voraussetzungen, junge Pferde und Turnierpferde auf hohem Niveau auszubilden.